Bremer Männertag – 25 Jahre Forum, Resonanzraum und gelebte Männlichkeit
- Fabian Surrey
- 19. Feb.
- 2 Min. Lesezeit

Foto: Karsten Klama
25 Jahre Bremer Männertag – Eine persönliche Konstante
Seit 25 Jahren ist der Bremer Männertag für mich gesetzt. In diesen Jahren habe ich keinen einzigen versäumt. Worauf ich mich am meisten freue? Das Forum: 60 Männer sitzen im Kreis um eine Mitte, in der ein Redestab liegt. Für eine Stunde entsteht ein offener Raum – ein Resonanzraum, der durch die aufmerksame Präsenz von 60 Männern genährt wird.
Das Forum – 60 Männer im Kreis
In die Mitte zu treten und diese zugewandte, wohlwollende Aufmerksamkeit zu spüren, ist für mich mit einem leicht euphorischen Glücksgefühl verbunden. Wer in seiner Jugend väterliche Zuwendung vermisst hat, wird hier betankt. Wer sich geschwächt in einer Lebenskrise befindet, bekommt neue Stärke. Wer für eine wichtige Entscheidung Zeugenschaft und Ermutigung braucht, erhält Wind in die Segel. Wer einfach nur in die Mitte tritt, um herauszufinden, wie sich das anfühlt, wird sich unwillkürlich beschenkt fühlen.
Ein sicherer Raum ohne Leistungserwartung
Es ist ein sicherer Raum ohne Leistungserwartung. Du musst hier keine Rolle spielen. Du kannst schweigen, und du wirst erleben, wie 60 Männer gemeinsam mit dir in die Stille lauschen. Du kannst alle zum Singen animieren, und du wirst begeisterten Gesang ernten. Du kannst dich in diesem Kreis öffnen, und du wirst dich warm gehalten fühlen.
Männlichkeit ohne Definition
Ich kenne keinen zweiten Ort, der männlich besetzt ist, ohne definieren zu müssen, was mit Männlichkeit gemeint ist. Es ist ein Raum, in dem ich mich gehalten fühle wie in einem Schoß. Hier wird Männlichkeit als Projektionsfläche aufgelöst, und der dadurch frei werdende Raum wird durch authentisches menschliches Erleben gefüllt. Das ist wie eine Waschanlage für die Seele.
Herzlichen Gruß,
Christoph



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